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Motocross Reifen Test

07.09.2011

Die Zeitschrift MotoX    hat in der Ausgabe 136, September 09/2011 Motocross Reifen für den haten Boden getestet.

"Für wirklich sehr harten Boden ist es nicht gerade leicht, einen Reifen zu finden, der den nötigen Grip bietet, eine gute Haltbarkeit aufweist, möglichst einfach zu montieren ist und dazu noch preislich im grünen Bereich liegt. Die Wahl der richtigen Reifen kann über den Ausgang eines Rennens entscheiden, denn bei nahezu gleichem Fahrkönnen zwischen zwei Konkurrenten entscheiden oft Zehntel, die nicht zuletzt durch einen guten Reifen erzielt werden.

Viele Hobbyfahrer sehen sich auf internationalen Rennen im Fahrerlager um und schauen, welche Bereifung die Stars auf ihre Felgen montiert haben, und richten sich danach. Hier kann es durchaus sein, dass es einen Reifen nicht im Handel gibt, denn die großen Teams erhalten häufig Material, das erst lange getestet wird, bevor es beim Händler im Regal steht. Was viele nicht wissen, ist, dass die Hersteller beispielsweise den GP-Piloten diverse Gummimischungen gleichen Profils anbieten, was bei unterschiedlichem Untergrund sehr hilfreich für die Fahrer sein kann.

Otto Normalverbraucher kommt allerdings selten in den Genuss, unterschiedliche Reifenmischungen ausprobieren zu dürfen; hier muss man in erster Linie nach dem Reifentyp und dem Reifenprofil entscheiden. Hinzu kommt, dass nicht unbedingt jeder mit dem gleichen Reifen genauso gut klarkommt, Grund sind die individuellen Fahrstile: Der eine belastet tendenziell mehr vorne und der andere mehr hinten, das Resultat ist ein jeweils unterschiedliches Gripniveau. Dennoch gibt es selbstverständlich eine Richtung für die Reifenwahl, die man gerade bei sehr hartem Untergrund einschlagen sollte. Aber wie erkennt man als Laie einen Reifen für harten Untergrund? Natürlich ist der Reifen beschriftet. Jeder Hersteller verwendet eine bestimmte Kennzeichnung, oft sind das Zahlen kombiniert mit einem Buchstaben. Aber auch hier muss man sich wieder auskennen. Ansonsten zeichnet sich ein Hartbodenreifen durch relativ große Stollen aus, die dicht beieinander liegen. Damit besitzt er eine große Auflagefläche und ist gut geeignet für betonartige Untergründe. Zudem könnte man meinen, dass ein Reifen für harten Boden auch in seiner Gummimischung hart sein müsste, das ist aber ein Trugschluss. Die Mischung des Gummis sollte tendenziell weich sein, das heißt, man sollte die Stollen mit der Hand ein wenig verbiegen können. Ist das nicht der Fall, werdet ihr wohl mit mangelndem Grip zu kämpfen haben.

Um euch etwas auf die Sprünge zu helfen, durften wir die handelsüblichen Reifen, die für harten Untergrund ausgewiesen sind, von zehn Herstellern testen und haben deren Vor- und Nachteile hier für euch zusammengetragen.
Unsere Testergebnisse werden euch mit Sicherheit hilfreich sein, die Qual der Wahl bleibt letztendlich trotzdem euch überlassen. "

Motorradreifen: MICHELINMichelin - MH3
"Der Michelin „MH3“ für hinten bietet eine solide Performance auf härterem Grund und ist auch für den Medium-Boden gut geeignet. Für ganz harten Boden ist er nicht ganz optimal, wobei er auch dort eine passable Performance bietet. Wenn es jedoch blau auf der Strecke wird, ist er kein absoluter Spitzenkandidat. Das Gleiche gilt für den vorderen „MH3“: Harten Boden kann dieser Reifen gut bewältigen, aber betonähnliche Zustände eher weniger. Die Michelin „MH3“ sind gute Allrounder, wenn die Bodenbedingungen nicht ganz hart und nicht ganz weich sind. Für wirklich harten Boden empfehlen wir den in Deutschland relativ unbekannten „HP4“ für hinten und vorne, wenn man Michelin-Reifen fahren möchte. Dieser weist dicht aneinander und versetzt angeordnete Stollen auf und sollte eine bessere Auflagefläche und mehr Grip auf festem Grund bieten als der „MH3“. Für unsere Testzwecke standen uns diese Reifen aber leider nicht zur Verfügung."

Motorradreifen: DUNLOPDunlop - Geomax MX 71 / MX 71 F
"Die Dunlop-Reifen zeichnen sich durch dicht aneinander angeordnete und große Stollen aus. Damit bieten sie eine effektive Auflagefläche. Auf hartem Grund funktionieren beide Reifen wirklich hervorragend. Bei betonähnlichen Verhältnissen hat man das Gefühl, dass die Reifen am Boden kleben. Wird es allerdings etwas weicher, sind sie mit Vorsicht zu genießen. Gerade der vordere ist nicht sehr vielfältig einsetzbar. Für einen ausschließlich harten Grund kann man mit den Gummis von Dunlop aber wirklich nichts falsch machen. Die Haltbarkeit ist solide, beide Reifen fahren sich gleichmäßig ab und bieten auch bei runden Stollen noch eine sehr gute Gesamt-Performance."

Motorradreifen: PIRELLIPirelli - Scorpion MX Hard 486
"Pirelli bietet mit seinem „Scorpion MX Hard 486“ eine solide Performance für sehr harten Untergrund. Der hintere Reifen ist kein SuperSpitzenkandidat, was das Gripniveau angeht, liegt aber absolut im grünen Bereich. Mit diesem Reifen gibt es keine unerwarteten Überraschungen, er ist stets gut zu kontrollieren und berechenbar. Das vordere Exemplar bietet durch seine vielen Stollen und die dadurch große Auflagefläche sehr guten Halt Grip auf blau gefahrenem Untergrund. Bei solchen Verhältnissen ist man mit dem „Scorpion MX Hard 486“ sehr gut bedient, man muss aber vorsichtig sein, wenn der Boden etwas feucht wird. Sowohl der vordere als auch der hintere weisen eine gute Haltbarkeit auf und sind unauffällig hinsichtlich der Montage."

Pirelli - Scorpion MX MidHard 554
Der „Scorpion MX MidHard 554“ von Pirelli ist ganz neu auf dem Markt. Allein durch die Anordnung der Stollen erwartet man eine ordentliche Performance des Reifenpaars. Wie die Gummis im Test abschneiden würden, können wir nicht sagen, da das Reifenpaar leider zu spät bei uns eingetroffen ist. Dennoch möchten wir euch dieses neue Reifenpaar nicht vorenthalten. Vielleicht solltet ihr euch selbst von der Performance überzeugen, denn nach dem Profil zu urteilen dürften die Reifen auf hartem Untergrund einen soliden Halt bieten.    mehr zu dem Reifen hier >>

Shinko Holeshot H.T. 505 / H.T. 504
"Der Reifen sieht schon optisch für harten Boden geeignet aus, das bestätigt sich auch in unserem Test. Durch die große Auflagefläche liefert er wirklich sehr guten Grip bei einer langen und guten Haltbarkeit. Der Reifen nutzt sich gleichmäßig ab und auch am Lebensende erzielt er noch eine gute Performance. Der Preis ist etwas höher angesiedelt, dafür ist es für harten Untergrund ein absoluter Spitzenkandidat! Der „H.T. 504“ ist das passende Gegenstück zu dem hervorragend funktionierenden Hinterreifen von Shinko. Dieser ist verhältnismäßig nicht ganz so optimal wie sein hinterer Partner, was das Gripniveau angeht.
Bis zu einem gewissen Punkt bietet aber auch dieser Reifen sehr guten Halt; überschreitet man jedoch diesen Punkt, rutscht er etwas abrupt weg. Beim Anbremsen liefert er eine sehr gute Performance, das Gleiche gilt für die Lebensdauer."

Kenda  Carlsbad K772 / Budds Creek K774
"Die Besonderheit des hinteren Kenda ist, dass man ihn von zwei Seiten befahren kann. In der einen Laufrichtung ist die Gummimischung für harten Boden ausgerichtet, in der anderen Richtung für Medium. Im Test haben wir leichte Defizite beim Herausbeschleunigen bemerkt, dort schwimmt der Reifen ein wenig und baut keinen optimalen Grip auf. Ansonsten ist er dennoch recht solide, gerade in Sachen Haltbarkeit. Der „Carlsbad K772“ fährt sich gleichmäßig ab und wir konnten auch kein Herausbrechen der Stollen bemängeln. Der vordere Kenda ist nicht das passende Gegenstück zum hinteren, optisch gleicht er eher einem Enduro-Pneu. Der „Budds Creek K774“ besitzt eine so große Auflagefläche, dass man beim Einlenken sogar etwas mehr Kraft aufwenden muss, um das Bike in die Kurve zu bekommen! In Schräglage und auf etwas weicherem Boden ist er nicht die richtige Wahl, trotzdem bietet dieser Reifen sehr guten Grip auf Abschnitten ohne Staub und Geröll, insbesondere beim Anbremsen."

Mefo - SX Master / MX Master
"Der Mefo „SX Master“ wird in Deutschland hergestellt und hat keine Laufrichtung. Die Montage des Reifens ist problemlos, was für eine tendenziell weiche Mischung spricht. In der Praxis bietet der „SX Master“ ein Gripniveau, das im Mittelfeld unseres Vergleichs angesiedelt ist. Er hat keinen super Grip, rutscht aber auch nicht abrupt weg, so dass eine kontrollierte Fahrweise möglich ist. Die Haltbarkeit ist ebenfalls mittelmäßig. Der vordere Partner, der Mefo „MX Master“, ist für sehr harten Boden weniger geeignet. Er weist vergleichsweise ziemlich hohe und grobe Stollen auf, was tendenziell für einen Mischbodenreifen spricht. So fällt auch das Testergebnis aus: Auf Passagen, die etwas weicher sind, bietet der Reifen ausreichend Grip, bei sehr hartem Boden rutscht er ziemlich schnell weg. Der „MX Master“ hat eine gute Haltbarkeit, dennoch sollte man sich für wirklich harten Untergrund einer Alternative bedienen, sofern man auf ein gutes Gripniveau aus ist. Zu erwähnen ist, dass der „MX Master“-Vorderreifen ein E-Prüfzeichen besitzt und somit auch für die Straße zugelassen ist."

Goldentyre - GT 523 Rocky / GT 216 HB AA
"Der „GT 523 Rocky“ ist für den Hobbyfahrer eher ungeeignet, da es ein Reifen ist, der nur für Wettbewerbe ausgelegt ist. Er bietet soliden Grip bei einer begrenzten Haltbarkeit von einem bis maximal zwei Rennläufen. Danach muss man zwangsläufig ein neues Exemplar auf die Felge ziehen. Der vordere Reifen „GT 216 HB AA“ sieht optisch betrachtet nicht wie ein echter Hartbodenreifen aus, trotzdem zeigt er sich im Test mit gutem Gripniveau und langer Haltbarkeit. Den optimalen Grip gibt es auf den blau gefahrenen Stellen nicht, aber der Reifen ist tendenziell ein „Allrounder“ und überall sehr gut kontrollierbar und berechenbar. Die Karkasse der GoldenTyre-Reifen ist durch Kevlar verstärkt, was einerseits die Montage etwas schwieriger gestaltet, andererseits aber auch Vorteile mit sich bringt. So ist zum Beispiel ein Durchschlagen nahezu unmöglich und Schlauchplatzer gehören der Vergangenheit an."

Maxxis - Maxx Cross IT
"Beide Reifen haben eine unauffällige Montierbarkeit, eine Laufrichtung braucht man bei der Montage nicht zu beachten. Hinten erzielt man mit dem Maxxis-Pneu guten Grip bei solider Haltbarkeit. Der Reifen fährt sich ziemlich gleichmäßig ab und bietet auch im abgefahrenen Zustand noch guten Halt und hohe Kontrollierbarkeit. Bei sehr langem Einsatz auf hartem Grund fangen leider teilweise die Stollen an zu brechen. Bis es so weit kommt, ist man mit dem hinteren „Maxx Cross IT“ auf Hartboden dennoch ziemlich gut bedient. Das vordere Pendant weist ebenfalls guten Grip auf, was allerdings ein wenig zu Lasten der Haltbarkeit geht. Die Stollen sind tendenziell früh rund, trotzdem ist der vordere „Maxx Cross IT“ gerade wegen seiner Grip-Performance eine gute Wahl."

Maxxis - Maxx Cross SX
"Für sehr harten Boden, wie wir ihn bei unseren Testbedingungen hatten, ist der hintere „Maxx Cross SX“ nicht optimal geeignet. Zwar bietet er auf diversen Untergründen eine solide Performance, bei unserem Hartbodentest, bei dem die Strecke betonähnliche Zustände aufwies, war der Reifen schnell abgefahren und hatte auch leider etwas früh Stollenausfall. Der Grip rangiert bis dahin im soliden Mittelfeld. Der vordere Reifen hat ebenso wie der hintere keine Laufrichtung und ist unauffällig bezüglich der Montierbarkeit. In Sachen Grip und Haltbarkeit hat der vordere seinem hinteren Partner einiges voraus. Durch die großen, viereckigen Stollen hat er eine gute Auflagefläche und guten Grip auf festem Grund. Zusätzlich bietet er mit seinen langen Seitenstollen eine super Kurvenstabilität."

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